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LaBrassBanda: Ausverkauftes Weinfestzelt und Hochstimmung

Die Blasmusik-Gruppe LaBrassBanda begeistert und zeigt sich selbst begeistert vom Publikum in Meckenbeuren


Meckenbeuren sz Schon die Vorbands „Killamonjambo“ und „DAH – das L steht für Musik“ haben das ausverkaufte Festzelt beim Weinfest in Meckenbeuren am Donnerstag auf mehr als Hochsommerstimmung gebracht. Die aus England angereisten Reggae-Musiker und die Brass-Rock-Band aus der Region ließ es ordentlich krachen und schafften mit reichlich Klangfarbe Punk, Reggae, Rock und Popelementen schon mal Festivalstimmung beim Publikum. Zum Finale furioso wurden die Bands noch unterstützt von Bläsern der Meckenbeurer Gastgeber und LaBrassBanda-Musikern, so waren dann immerhin 20 Musiker auf der Bühne. Und jeder gönnt es den anderen – ganz untypisch fürs Showgeschäft. Untypisch fürs Weinfest waren die vorgeschriebenen Plasikbecher (die Schwäbische berichtete).

Veranstalter Musikverein Meckenbeuren war nach über einem Jahr Vorlauf dann endlich am Ziel – „LaBrassBanda“ live in Lederhosen und natürlich barfuß auf der Bühne – mit vollem Programm nach Ansage.

In breitem Bayerisch macht Frontmann, Sänger und Trompeter Stefan Dettl die Moderation. Und bleibt im Folgenden immer im Dialog mit der Menschenmenge. „Also mir spuin so laud wias geht und hoid so schnöll wias geht“, erklärt Dettl das Prinzip. Gleich darauf: „Ihr habt’s scho a’Lust zum springa?“ Freilich – und trotzt Hitze lässt sich die Zweitausenderschaft immer wieder hüpfend, laufend oder winkend mitreißen. Dabei herrscht bis zum Schluss ein wahrlich schweißtreibendes Tempo, bei dem Bässe, geblasen oder geschlagen, und Schlagzeuger Manuel Da Coll, der wie seine Kollegen alles gibt, wummernd die Songs nach vorne treiben. Freilich sind auch die Bläser immer präsent und blasen schnell und schneller.

Einzige Ausnahme mal mit einer yogaartigen Einlage – auch fürs Publikum – zu einem langsameren Stück. An der Tuba setzt herausragend Stefan Huber ein ums andere Mal Akzente von Funk bis hin zum Techno-Sound, die alles mitreißen, sowohl die Band als auch das Publikum.

Stark gemischtes Publikum

Schade dass man den einen oder anderen sozialkritischen Text nur eingeschränkt versteht, wie „Ujemama" mit Flüchtlingsproblem oder „I Like Da Battyman“ über Schwule. Freilich kommen dazu Hits wie „Autobahn“ oder „Australien“ die Teile des altersmäßig stark gemischten Publikums mitsingen. Dazu passend eingebunden klingen verschiedene Musik-Genres an, eine Spezialität von LaBrassBanda, mit Rap, HipHop, Punk, Ska, Polski-Speedpolka- und Reggaesounds immer mit einem Rest bayuwarischer Klangfarbe. Songs werden dann auch von Fans im Publikum eingefordert – und die routinierten Profis legen gleich los.

Schließlich gibt’s vor dem Schlussteil noch großes Lob für die Veranstalter und Musikvereinsvorsitzende Andrea Smigoc darf sogar auf die Bühne.

Die Musiker konnten nicht nur begeistern, sondern sind selbst so begeistert, dass sie gleich eine Mehrfachzugabe geben, in der unter anderem die Brass-Punk-Version von „Rhythm Is A Dancer“ ertönt. Ganz zum Schluss geht die Band nicht nur auf die Knie sondern verabschiedet sich gleich mit Bauchfall. Das Publikum tobt. Ein Qualitätskriterium: Für den Berichterstatter spürbar kommt während der Show mehr Begeisterungslärm von der Publikumsseite als Hammersound aus der Anlage – und das will etwas heißen.

Nach der Show strahlen auch die Gesichter der Bandmitglieder. Frontmann Dettl sagt auf der Bühne: „Das beste Konzert der letzten Wochen!“ und klatscht sich danach mit den Veranstaltern und den Vorband-Musikern ab. Schlagzeuger und „Bandpate“ für Meckenbeuren, Manuel da Coll bilanziert: „Einfach grandios – da stimmte alles, die vielen Helfer, das Organisatorische, das Musikalische mit den tollen Vorbands bis hin zu Mittagessen, Technik und Publikum.“

Besonders zufrieden ist auch das Vorstandstrio des Musikvereins Meckenbeuren. „Der außergewöhnliche Aufwand hat sich gelohnt“, erläutert Smigoc. Vorstandskollege Markus Schmidt ist immer noch begeistert über die mehr als 2250 verkauften Karten und über das gelungene Event: „Von A bis Z ein Wahnsinns-Superabend“. Der dritte Vorsitzende Rainer Schmidt hat trotz Organisationsstress den Abend sehr genossen – und war öfter wippend am Bühnenrand zu sehen. Auf die Frage, ob man solch eine Monsterveranstaltung im nächsten Jahr wieder erwarten dürfe sagt Smigoc entschlossen: „Keinesfalls, das können wir nicht schon wieder stemmen – obwohl, zum 100-Jährigen 2023 sollten wir so etwas schon in Erwägung ziehen.“


01.09.2017 11:45 Alter: 320 Tag/e

Von: Olaf E. Jahnke
© Musikverein Meckenbeuren